Gestern reisten die Traktoren zur zweiten Meisterschaftsrunde in Jona, um sich dort zunächst den Tösstalern und dann den Ustermer Altstars zu stellen. Das erste Mal (und wahrscheinlich das letzte Mal) in dieser Saison konnte man aus dem Vollen schöpfen, alle fit und bereit sich weitere 4 Punkte zu holen. Das war natürlich das Ziel, nachdem man schon in Runde 1 die volle Punktzahl erreichte.
Unihockey Tösstal – Traktor 6:6 (5:0/1:6)
Gegen den Aufsteiger aus dem Tösstal war man von Beginn an gefordert. Die schnellen Rushes überforderten die Traktoren in der Anfangsphase etwas und so liess man es zu, dass der Gegner bis auf 5:0 wegziehen konnte zur Pause! Das war mitnichten der Start, den man sich gewünscht hatte. Defensiv war man zu anfällig und vorne liess man immer wieder beste Gelegenheiten aus.
Zur zweiten Halbzeit stellte man dann ein wenig um und siehe da, das Spiel lief besser und besser. Auf den ersten Treffer mittels Weitschuss folgte ein zweiter Abschluss der haargenau zwischen Goalie und Pfosten den Weg ins Netz fand. Während die Tösstaler in Ballbesitz das Spiel zu verschleppen versuchten, powerten die Traktoren in der Folge wenn sie die Kugel mal in den Reihen hatten. Zwar konnten die Tösstaler nochmals vorlegen, doch ab dann zappelte der Ball nur noch im Netz der eben jenen. Denn kurz nach dem 6:2 erzielten die Mannen in rot das 6:3. In der 34. Minuten ersetzte man den Torhüter für einen aussichtsreichen Freistoss vor dem Tor und konnte den Ball vorbei an der schlecht aufgestellten Mauer ins Tor bugsieren. Die Aufholjagd nahm ihren Lauf doch wurde jäh gestoppt durch eine Stockschlag-Strafe in der 37. Minute. Das Boxplay hingegen ist meistens eine Stärke der Traktoren und so überstand man diese brenzlige Situation. Die letzte Minute des Spiels hatte es dann in sich. Nach 39:02 Minuten gelang der Anschlusstreffer mit 4 gegen 3 Feldspieler und es kam noch besser; 11 Sekunden vor Schluss lag der Ball neuerlich im Gehäuse. Ein Weitschuss, der eigentlich weit am Tor vorbei wäre wurde im Slot abgelenkt und flutschte durch des Torhüters Beine – 6:6! Dabei blieb es dann und so konnte man immerhin mit einer engagierten zweiten Hälfte noch ein Unentschieden gewinnen. Geärgert hat man sich natürlich trotzdem.
UHC Uster – Traktor 7:8 (5:5/2:3)
Nach zwei Spielen Pause und gegen Uster musste man den Flugrost der langen Wartezeit zunächst etwas abschütteln. Dies gelang zu Beginn noch nicht zu hundert Prozent und so gingen die Zürcher in der 2. Minute in Führung. Querpass, Schuss, Lattenkreuz – quasi der Trademark-Move der NLA und Nati-Altstars. Doch man steckte nicht auf und war konzentriert auf das eigene Spiel. Dies zahlte sich aus ,denn mittels zwei schönen Treffern konnte man das Spiel nach 4 Minuten drehen. Doch Uster wäre nicht Uster, wenn sie aus noch so jeder Halbchance eine 100% machen würden. Die Schusstechnik und Präzision stellte die Buchberger immer wieder vor Probleme in diesem Spiel, denn auf jeden eigenen Treffer folgte quasi postwendend der Gegentreffer. Das 3:3 beantwortete man dann mittels schöner Freistossvariante beim Bully-Freischlag mit dem erneuten Führungstreffer zum 3:4. Aber, Bully, Ballgewinn Uster, Tor. Danach leistete sich der Strafenkönig eine Auszeit auf dem Bänkli und musste von aussen zusehen, wie die Ustermer in Führung gehen konnten. Wieder vollzählig dachten sich die Traktoren wohl was Uster kann, können wir auch und vom Bully weg dauerte es keine 5 Sekunden, bis es wieder hinter dem Zürcher Torhüter schepperte. Der Pausenstand von 5:5 war ausgeglichen, wie das Spiel selbst.
Erneut erwischte der Gegner in Halbzeit zwei den besseren Start, besser gesagt der Captain markierte seinen 4. Treffer des Spiels. Doch auch auf Buchberger Seite lief es nun, verdeckter halbhoher Schuss, Tor zum 6:6. Es entwickelte sich zu einem Krimi, bei dem Uster wieder vorlegte und die Traktoren ausglichen. Die zweiten zehn Minuten der Halbzeit entwickelten sich dann zum Krimi. Es fiel kein Tor mehr bis zur 38. Minute und dem zweiten persönlichen, und entscheidenden Treffer des Team-Jüngsten. Das 7:8 konnte über die Zeit gerettet werden, auch mit etwas Glück, denn der Ausgleich Sekunden vor Schluss zählte – korrekterweise – auf Grund hohen Stocks nicht. Erlöst und zufrieden konnten sich die Traktoren ob der starken Leistung freuen.
Mit 3 Punkten war das Tagesziel nicht komplett erreicht, doch immerhin die beiden starken zweiten Halbzeiten machten Freude. Umso ärgerlicher verschlief man besonders gegen Tösstal die Erste und handelte sich einen zu grossen Rückstand ein.
Weiter geht es für die Traktoren in 3 Wochen, nämlich am 2. November, dann in Jonschwil gegen die Rotäugli aus Uhwiesen und die Rapperswil-Jona-er.
Fürs 1
Cuche
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