Für nichts weniger, als das Spitzenduell gegen die Ustermer reisten die Traktoren am vergangenen Sonntag ins nebelverhangene Gossau im Zürcher Oberland. In bestechend guter Form zuletzt malte man sich natürlich wiederum Chancen aus gegen die NLA Altstar-Selection, denn in den letzten beiden Duellen schaute ein Unentschieden und ein Sieg für die Traktoren heraus. Zuerst also die Kür, danach die Pflicht gegen den Abstiegskandidaten aus dem Tösstal.
Traktor 1 vs. UHC Uster 8:5 (3:4/4:1)
Das Kleinfeld-Team des UHC Uster besteht zwar bekanntlich nicht aus Masse, aber jeweils aus Klasse; eine Ansammlung grosser Nationalliga A Erfahrung. Dass diese Erfahrung und Klasse in der zweiten Liga obenaus ragt, das sieht man von Runde zu Runde, wo ihnen eigentlich nicht wirklich ein Kraut gewachsen ist. Doch im Asterix und Obelix Jargon würde man sagen: kein Kraut? Nicht ganz! Ein Bund von unbändigen Traktoren stellen sich immer wieder erfolgreich gegen die Zürcher. Natürlich war auch dieses Mal die Favoritenrolle klar verteilt, doch selbst wusste man auch um das eigene Können. Gerade die Defensive ist immer wieder das Prunkstück der Traktoren und brachte die NLA Selection einige Male ins Schwitzen. Schwitzen musste aber zunächst niemand beim Tabellenführer, denn nach nicht einmal 6 Minuten befand man sich schon im Hintertreffen mit 3 Toren. Zu einfach machte man es den Edeltechnikern aus dem Zürcher Oberland. Die Traktoren wären aber nicht die Traktoren, wenn sie sich nicht ins Spiel hinein kämpfen könnten. Bis zur Hälfte des ersten Abschnitts gelang es die Offensive gut in Schach zu halten und selber konnte man auf 3:4 verkürzen. Dieses Resultat hielt denn auch bis zum Pausenpfiff, wo die Kräfte nochmals gesammelt wurden.
Die defensiven Fehler hatte man inzwischen gänzlich abgestellt, die Zürcher schienen mehr und mehr ideenloser zu werden. Hinzuzufügen gilt aber, dass doch auch noch das ein oder andere Mal der Buchberger Schlussmann bzw das Gestänge mithalf. Dennoch schaffte man es sogar bis zur 33. Minute 4 Treffer zu erzielen, welche unbeantwortet blieben. Mit einem 7:4 ging es scheinbar komfortabel in die letzten 7 Minuten. Auch das 4 gegen 3 der Ustermer brachte ihnen nicht den gewünschten Erfolg, erst dank einer Strafe konnten sie in Überzahl den Treffer zum 7:5 erzielen. Mit der Schlusssirene quasi gelang dann noch der zweite Treffer des Spiels ins leere Tor, womit ein neuerlicher 8:5 Sieg gegen den Tabellenführer Tatsache war!
Traktor 1 vs. Tösstal Unihockey 6:5 (3:2/2:2)
Nach der Pflicht folgte die Kür, gegen die Abstiegskandidaten aus dem Tösstal musste ein Sieg her, sonst waren die zwei Punkte gegen den Leader nur halb so viel wert. Der Start gelang zunächst nach Mass, bereits nach 39 Sekunden fiel das 1:0, aber postwendend kam die Antwort zum 1:1 nach 57 Sekunden.. Zunächst bekundeten die Traktoren noch etwas Mühe mit Eigenfehler und der hektischen Spielweise des Tabellenachten. Diese kriegte man dann aber mehr und mehr in Griff und konnte wieder mehr in der Offensive investieren. Das fruchtete denn auch bis zur Pause, wo man mit einem 3:2 Vorsprung zum Tee übergehen konnte.
Halbzeit zwei gelang denn wiederum nach Mass, mit dem ersten Angriff legte man vor und binnen zwei Minuten gelang auch noch das 5:2. Mit dem 5:3 in der 23. Minute kehrte dann die Hoffnung bei den Tösstalern zurück, welche durch eine Strafe gegen die Traktoren auch noch untermauert wurde. Diese konnte man zwar schadlos überstehen, doch die Einschläge kamen näher, der Anschluss war gefühlt noch Formsache. So kam es denn auch und in der 36’ gelang der Anschluss zum 5:4. Dies weckte offenbar den Kampfgeist einiger Zürcher Hinterländer, welche sich mehr darauf zu konzentrieren schienen, was und wen sie nach dem Spiel noch auf dem Parkplatz treffen wollten für ein paar nette Worte. Kurz und knapp: unnötig und zurecht mit einer 2+10’ Strafe sanktioniert. Die Überzahl konnte man aber nicht ausnutzen, viel schlimmer noch: Ballverlust, Tösstal ersetzt den Torhüter, Handspiel Traktor, Penalty Tösstal: Tor. Das 5:5 so kurz vor dem Ende spiegelte das Hinspiel wider, bei welchem die Rollen noch vertauscht waren. Damals gelang es den Traktoren kurz vor Ende den Ausgleich zu erzielen. Doch noch hatte man etwas Zeit auf der Uhr und immernoch wenige Sekunden Überzahl. Mit Ruhe und Abeklärtheit versenkte der Teamoldie den Ball nur Augenblicke vor der Sirene zum vielumjubelten, hart erarbeiteten 6:5 Sieg ins Netz.
Nächster 4 Punkte Sonntag, die letzten 6 Spiele allesamt gewonnen und immer noch auf Rang zwei klassiert! Die Traktoren bleiben weiter in Fahrt und peilen am 08. März den nächsten Vollerfolg an. Dann in Dübendorf gegen Rapperswil und gegen die Rotäugli aus Uhwiesen. Über Fans würden wir uns natürlich wiederum sehr freuen.
Fürs 1
Cuche
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