Am zweiten Wochenende des neuen Jahres stand für die Herren des UHT Traktors eine besondere Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Sowohl die Herren 1 als auch die Herren 2 waren in Uster zu Gast und spielten in der selben Halle abwechslungsweise um Punkte, Ruhm und Ehre. Die besondere und seltene Gelegenheit wurde dazu genutzt, um die Anreise mit einem Car anzutreten und dazu noch eine Handvoll lautstarke Fans mit ins Gepäck zu nehmen. Eine Erfahrung, welche die Herren 2 zum ersten Mal machen durften.
Mit lautstarken Fans auf den Rängen und aufsummiert 70 Jahren Unihockeyerfahrung in Form der Bandengeneräle im Rücken ging Traktor 2 eine herausfordernde Spielrunde an. Mit Pfannenstiel und den Black Roses aus Rappi wartete nämlich der Tabellenführende sowie der Zweitplatzierte auf die verletzungsbedingt reduzierte Equippe. Dank guten Leistungen an den ersten drei Runden durfte man aber zuversichtlich sein, dass man gut dagegenhalten kann.
Die Aufgabe gegen den bisher ungeschlagenen Leader war aber offensichtlich eine schwierige. Aus den ersten bis dahin gespielten 7 Partien hatte Pfanni nur 1x kein Stängeli erzielt (9 Tore gegen das Tabellenschlusslicht) und im ersten Spiel des Tages gar ein „Twix“ eingefahren (= doppeltes Stängeli). Man war also von Beginn weg gewarnt und war erpicht darauf, dem Ball Sorge tragen. Nach einer längeren abtastenden Startphase eröffnete dann tatsächlich Traktor das Score und gab eine erste Warnrakete in Richtung der Gegner ab. Die Reaktion liess aber nicht allzulange auf sich warten und Pfannenstiel Egg zeigte, warum sie ganz oben in der Tabelle anzutreffen sind. Dreimal aus ähnlicher Position wurde der Ball gekonnt um die Verteidigung und ins Traktornetz befördert. Bis zur Pause konnten beide Teams noch ein weiteres Mal jubeln – 2:4.
Nach dem Seitenwechsel ging es turbulent weiter. Erst zogen die Züri-Oberländer auch dank einem sehr unglücklichen Eigentor zwei weitere Tore auf 2:6 resp. 3:7 davon. Angetrieben von den Fans gaben sich die Traktoren aber kämpferisch und wollten sich noch nicht geschlagen geben. Dieser Kampfgeist wurde ungefähr 4 Minuten vor Spielende auch durch einen frenetisch gefeierter Anschlusstreffer zum 5:7 belohnt. Das Spiel war nochmals neu lanciert. Mit leerem Gehäuse versuchte man den Druck auf den gegnerischen Kasten weiter zu erhöhen. Leider spielte Pfanni das 4:3 dank druckvoller Verteidigungsleistung souverän runter und zum Leidwesen der Landmaschinen konnten sie dank einem missinterpretierten Schiri(fehl)entscheid gar noch einen Freistoss auf’s verlassene Tor spielen und damit ohne jegliche Gegenwehr ihren 8. Treffer verbuchen.
Die Traktoren haben ihre Haut unter anderem auch dank einer hervorragenden Torhüterleistung teuer verkauft und Pfanni mit 8 Treffern den gewissermassen schmerzlichsten Sieg der laufenden Saison zugeführt.
Traktor 2 – Pfannenstiel Egg 5:8 (2:4)
Die zweitplatzierten schwarzen Rosen aus Rapperswil konnten ihr erstes Spiel des Tages gewinnen. Damit war klar, dass gegen diesen Gegner ein Sieg her musste, wollte man die Punktegleichheit wahren und den Anschluss an die selbige Mannschaft nicht verlieren.
Der Start in die Partie glückte ausgezeichnet. Nach knapp 10 Minuten lag man unerwartet leicht bereits mit drei Toren in Front. Als Reaktion zog Rappi dann bereits ihr Time-out dessen Wirkung nicht lange auf sich warten liess. Die letzten 5 Minuten des ersten Umgangs gestaltete dann nämlich Rapperswil ihrerseits erfolgreich und netzte kurz vor der Pause zum 3:3 Ausgleich ein.
Sehr schnell nach der Pause waren es aber wieder die Traktoren, welche zur Freude der langsam aber sicher heiser werdenden Fangemeinde, neuerlich zwei Zähler vorlegen konnten. Doch wie der Phönix aus der Asche tauchte die schwarze Rose aus dem Teer auf und wendete das Score tatsächlich zu ihren Gunsten. Damit stand man in einem Spiel, von welchem man über weite Strecken glaubte, es sehr gut unter Kontrolle zu haben, plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Mit taktischen Kniffen und Anweisungen der Silberfüchse am Spielfeldrand und viel Kampfgeist auf dem Feld, vermochte man das Spiel aber in den Schlussminuten nochmals zu drehen. Weitere zum Teil mirakulöse Glanztaten des Schlussmanns sowie zwei weitere Tore ins leere gegnerische Tor machten dann alles klar und führten zum doch klaren und viel umjubelten Endverdikt von 9:6.
Traktor 2 – Black Roses Rapperswil 9:6 (3:3)
Mit den zwei verdienten Punkten aus den spannenden Spitzenkämpfen verbleiben die Herren 2 in der «vierköpfigen» Verfolgergruppe, welche mit 10 respektive 11 Punkten um die zwei verbleibenden Podestplätze buhlt. Der Leaderthron bleibt währenddessen weiterhin unangefochten. Noch bleiben aber zehn Spiele, welche es selbst für einen dominanten Leader erst über die Runden zu bringen gilt. Es bleibt also weiterhin spannend.
Ein grosses und herzliches Dankeschön geht an die mitgereisten Schreihälse, welche mit Diesel in der Kehle und Motorenbrummen aus der Brust für viele Schmunzler, eine bomben Stimmung und eine geniale, bleibende Erinnerung sorgten. Vielen Dank Euch! Gerne wieder 😉
Für Traktor 2,
Andy
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