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T1 – 4 gegen 3 und trotzdem 2 mal 1 0-Punkte-Spiel

Vor zwei Wochen starteten die Traktoren ins Abenteuer Erste Liga mit einem Unentschieden und einer Niederlage. Für die zweite Runde meldete sich ein stark dezimiertes Kader an. Die Traktoren schienen dem Saisonstart Tribut zu zollen, denn nebst Ferienabwesenheiten plagten auch noch verschiedene Verletzungen das Schaffhauser Kader. Dennoch war die Devise für diesen Sonntag klar; gegen die wahrscheinlich direkten Kontrahenten aus Hinwil mussten Punkte her und gegen Elgg nähme man alles, was vom Laster fallen würde.

Traktor 1 vs. emotion Hinwil 6:8 (3:2/3:6)

Bereits im ersten Spiel traf man auf Emotion Hinwil. An die Mannschaft, welche man noch vor Jahren in der 3. Liga regelmässig antraf, erinnerte lediglich noch der Name und die Trikotfarben. Ihrerseits nicht optimal gestartet wollte man natürlich punkten und so eine Punkteserie starten. Der Beginn ins Spiel verlief denn auch wunschgemäss, als ein Traktor sich davonschlich und mit gütiger Mithilfe Backhand zur Führung einnetzen konnte. Doch auch die Hinwiler zeigten kurz darauf, dass sie Backhandtore erzielen können. Ein Check, eine Strafe später sah man sich gegen den erstmaligen Rückstand kämpfen. Ein unglücklicher Ballverlust, als man gerade den Torhüter ersetzte durch einen dritten Feldspieler führte dann zu eben jenem. Auf die Rücklage reagierte man mit einem gut ausgeführten Freistoss, welcher zum Ausgleich verwertet werden konnte. In der Folge eines weiteren Freistosses setzte sich der Aushilfscaptain gekonnt im Bandenzweikampf durch und spielte mit Übersicht den freistehenden Teamkollegen vor dem Tor an, welcher nur noch einzuschieben brauchte. Im Anschluss klopften die Traktoren mehrmals noch am Ausbau der Führung an, doch gelang dies weder direkt nach dem Anspiel und einem direkten Abschluss und Nachschuss nicht, als auch Sekunden vor Schluss in aussichtsreicher Position. So hiess es zur Pause 3:2 für die Traktoren.

Den Start in die zweite Hälfte verschliefen die Mannen in schwarz dann aber komplett. Zu viele Eigenfehler und zu viel Platz bei ihren Abschlüssen nutzten die emotionen nun kaltblütig aus. So konnten sie nicht nur den Ausgleich erzielen, sondern auch bis auf 3:6 davonziehen. Danach versuchte man sich vermehrt im Ziehen des Torhüters und spielte mit vier gegen drei Feldspieler. Dies schien endlich etwas zu fruchten, denn innert kurzer Zeit kam man so nochmals auf 5:6 heran. Dieses Aufflammen beantworteten die Hinwiler mit dem Treffer zum 5:7. Ein Timeout sollte noch einmal Luft und taktische Anweisungen geben für die Schlussminute. Doch es reichte lediglich noch zu einem weiteren Tor, das allerdings nichts brachte, da auch die Hinwiler einnetzen konnten. So ging das Duell gegen die Zürcher Oberländer mit 6:8 verloren.

Traktor 1 vs. UHC Elgg 8:11 (2:6/6:5)

Nach zwei Spielen Pause traf man dann auf Elgg. Ebenfalls altbekannter Gegner aus Drittliga Zeiten, doch auch hier erinnerte nicht mehr viel an die damalige Mannschaft. Gespickt mit allerlei Ost- und Fastostschweizern stand man einer Mannschaft gegenüber, die in den vergangenen Saisons immer wiedermal in den Playoffs oder im Cup relativ weit kamen. Die Favoritenrolle also klar verteilt schien man sich schon fast dem Schicksal zu ergeben. Bis zur 8. Minute musste man den Gegner auf 0:4 davonziehen lassen und leider immer wieder auf die gleiche Art und Weise. Dann konnte der Lauf etwas gestoppt werden, wenn auch noch nicht mit eigenen Toren. Dazu brauchte es erst einen Ballverlust der Elgger, welche man Ein-Hand-Backhändig zum 1:4 einschob. Doch nicht lange dauerte es und die Elgger konnten mit einem Doppelschlag wieder für Ruhe sorgen. Dennoch gelang auch den Traktoren noch vor der Pause ein herrlich herausgespieltes Volleytor zum 2:6 Pausenstand.

Auch im zweiten Umgang zeigte sich zunächst kein anderes Bild. Eine Strafe, welche man noch aus der ersten Halbzeit mitzog nutzte der Gegner nach wenigen Sekunden und legte dann zum 2:8 nach. Die Traktoren mussten zusehen, dass sie hier nicht zu sehr unter die Räder kamen. Ein Pass von hinter dem Tor auf den freistehenden Traktor führte dann zum 3:8. Doch noch sollte die Aufholjagd nicht kommen, das 3:9, eine Strafe und das darauffolgende 3:10 bedeutete in der 30’ das Stängeli für die Elgger. Danach hatte man genug und ersetzte künftig den Torhüter durch einen vierten Feldspieler. Und siehe da, diese Massnahme schien nochmals frischen Wind zu geben. Nach dem vierten Treffer für die Traktoren leistete sich auch ein Elgger eine Auszeit auf dem Strafbänkli. Trotzdem man bereits in Überzahl agierte liess man das Tor weiter verwaist und spielte vier gegen zwei. Auch dies funktionierte wunschgemäss und man erzielte das 5:10. Auf das zwischenzeitliche 5:11 antwortete man mit dem 6:11, 7:11 und – ganz kurz vor Schluss – dem 8:11. Zu mehr reichte die Zeit nicht mehr, aber die Traktoren konnten so immerhin ihr 4 gegen 3 ausgiebig üben und durften mit Zufriedenheit feststellen, dass sie dies durchaus erfolgreich bewerkstelligten.

Damit endete die zweite Meisterschaftsrunde mit einem Nullpunktewochenende, doch mit vielen neuen Erkenntnissen.. Zeit diese in Learnings umzusetzen bleibt dem Herren 1 bis zum 8. November. Dann trifft man in Gossau ZH auf Bürglen und das multipli hundert Meister- und Cupsiegertitel tragende Heimteam.

Fürs 1, Cuche

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